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Pflegeberatung in Hannover – wir handeln mit Herz und Kompetenz

Einen Menschen zu pflegen, ist keine leichte Aufgabe. Schnell steht man selbst vor ungeahnten Hindernissen. Beruf, Familie und der eigene Haushalt können zur Tortur werden, wenn die Pflege und Betreuung einer geliebten Person viel Zeit in Anspruch nimmt. Entlasten Sie sich selbst und unterstützen Sie Ihren Angehörigen mit einer professionellen häuslichen Pflege.

Unser Pflegedienst in Hannover bietet Ihnen eine erfahrene und kompetente Pflegeberatung an, bei der wir Ihre häusliche Situation genau beurteilen und Ihnen somit die Sicherstellung der richtigen Pflege garantieren.

Gerne stehen wir Ihnen auch unterstützend zur Seite und bieten Ihnen als pflegendem Angehörigen eine umfangreiche Anleitung und Hilfestellung im Alltag.

Auch beim Ausfüllen von Formularen und Anträgen sowie bei der Kostenerklärung sind wir gerne im Rahmen der Pflegeberatung Ihr Ansprechpartner vor Ort.

Nutzen Sie unsere Pflegeberatung und profitieren Sie von unserer Erfahrung!

Wir möchten die Pflege Ihrer Angehörigen sicherstellen und Ihnen im Alltag beratend zur Seite stehen.

Selbstverständlich übernehmen wir dazu den Beratungsbesuch laut Pflegeversicherung (§37.3 SGB).

Haben Sie noch Fragen? Wünschen Sie eine persönliche und erfahrene Pflegeberatung bei Ihnen vor Ort im Raum Hannover? Dann rufen Sie uns an oder schreiben uns eine E-Mail und vereinbaren Sie noch heute einen Termin mit unserem geschulten Pflegepersonal.

Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!


Dekubitusprophylaxe

Was ist wichtig für uns ?
Sehr geehrter Kunde und sehr geehrte Angehörige, Dekubitus sind so alt wie die Menschheit selbst. Sie sind immer Folge von schweren akuter oder chronischer Krankheit und ausgeprägter Pflegebedürftigkeit. Die wirksame Vermeidung von Dekubitus muss stets oberste Priorität haben, denn für Betroffene und Angehörige sind Dekubitus gefährlich und eine große Belastung. Die Heilung von Dekubitus ist langwierig, aufwendig und teuer. Als effektiv hat sich die Weichlagerung und die zeitweise Entlastung gefährdeter Prädilektionsstellen gezeigt.

Was ist ein Dekubitus – Definition
Ein Dekubitus wird definiert als eine lokal begrenzte Schädigung der Haut und / oder des darunter liegenden Gewebes, typischerweise über knöchernen Vorsprüngen, infolge von Druck oder Druck in Verbindung mit Schwerkräften. Aus dieser Definition geht unter anderem hervor, dass Dekubitus in der Haut ( Epidermis und Dermis ) und / oder darunter liegenden Schichten / z.B. subkutanes Fettgewebe, Muskulatur) entstehen können. Die Haut kann dabei ( zunächst) intakt sein.

Risikofaktoren
Risikofaktoren einer Dekubitus Entstehung sind unter anderem

  • Schlechter Ernährungszustand
  • Verminderte Aktivität und Mobilität
  • Flüssigkeitsmangel
  • Begleiterkrankungen (z.B. Diabetes mellitus, Herz-Kreislauf-Probleme)
  • Erhöhte Hautfeuchtigkeit
  • Verminderte sensorische Wahrnehmung
  • Erhöhtes Lebensalter

Was ist von uns einzuhalten?
Bei jedem Patienten ist im Rahmen der Anamneseerhebung ein Dekubitusrisiko zu erfassen. Ergibt sich daraus ein Dekubitusrisiko, sind der Patient und seine Angehörigen darüber zu informieren, über die Folgen und zu evtl. notwendigen Maßnahmen zu beraten. Die Beschaffung ggf. notwendiger Hilfsmittel und evtl. anstehende Konsile bei Fachärzten sind in Absprache mit dem Hausarzt in die Wege zu leiten, ebenso die ggf. notwendige KG zum Erhalt/ Steigerung der vorhandenen Mobilität. Der Hautzustand des Patienten ist 1 x tgl. , bei nicht täglichen Einsätzen, jeweils zu den Einsätzen zu ermitteln und im Pflegebericht zu dokumentieren

Bewegungsförderung

  • Es ist wichtig, sich zu bewegen. Jede kleine Bewegung/Umlagerung, im Sinn der Mikrobewegung, kann die Entstehung eines Druckgeschwürs erheblich senken
  • Ein individuelles Bewegungsschema muss erstellt werden und in Zusammenarbeit mit den Angehörigen angewendet und dokumentiert werden. Die Angehörigen sollen ebenso in die Dokumentation, wie in die Transfer – und Bewegungstechniken eingewiesen werden.

Druckentlastung

  • bedeutet, dass Sie Ihre Position nach spätestens zwei Stunden verändern sollten. Nach einer Mikrolagerung sollten Sie alle fünfzehn Minuten einen kleinen Teil Ihres Körpers bewegen, so dass keine kontinuierliche Druckbelastung auf einer Stelle stattfindet
  • Lassen Sie uns über die verschiedenen Lagerungen sprechen und sich anleiten (30-Grad–, Freilagerung)
  • Es gibt verschiedene Lagerungshilfsmittel, die Sie verwenden können (Lagerungskissen/-matratzen). Wir und/oder das zuständige Sanitätshaus beraten Sie gerne zu diesen Hilfsmitteln

Hautpflege und Beobachtung der Haut

  • Zur präventiven Hautreinigung und Hautpflege wird empfohlen, die Haut sauber und trocken zu halten und milde pH-neutrale Hautreinigungsmittel zu verwenden. Bei Inkontinenz sollte die Haut bei jeder Inkontinenzversorgung vorsichtig gereinigt und getrocknet werden. Die Applikation von Produkten, die die Hautbarriere schützen, wird empfohlen.

Ernährung

  • Sie sollten ausreichend trinken
  • Ihre Ernährung sollte eiweiß- und vitaminreich sein (Gemüse, Obst, Fisch & Fleisch)
  • Wir beraten Sie gerne bezüglich spezieller Nahrungsergänzungsmittel, z.B. Trinknahrung mit erhöhtem Eiweiß- und Vitamingehalt

Menschen mit der Erkrankung Demenz

Sehr geehrte Angehörige, Demenz gehört zu den folgenschwersten Alterskrankheiten: Über 1 Millionen Menschen in Deutschland sind dement und dadurch – je nach Erkrankungsstadium – im Alltag deutlich beeinträchtigt bis stark pflegebedürftig.

Was ist Demenz – Definition
Demenz (lat. Dementia, von de mente = ohne Geist, von Sinnen) ist eine krankheitsbedingte Störung der Leistungsfähigkeit des Gehirns. Bemerkbar macht sie sich durch einen Abbau der kognitiven Fähigkeiten (wie Gedächtnis und Denkfähigkeit). Eine Demenz liegt per Definition vor, wenn neben einem beeinträchtigten Gedächtnis mindestens eines der folgenden Merkmale zutrifft:

  • Sprachstörung (sog. Aphasie)
  • beeinträchtigte Fähigkeit zur Ausführung motorischer Aktivitäten (sog. Apraxie)
  • Unfähigkeit zum Erkennen/Wiedererkennen von Gegenständen (sog. Agnosie)
  • Störung der zur Ausführung von Handlungen über mehrere Stufen hinweg nötigen Hirnleistungen (sog. Exekutivfunktionen) wie Planung, Organisation, Einhaltung von Reihenfolgen.

Durch die Gedächtnisstörung vergisst Ihr Angehöriger oft auch lebenswichtige Dinge wie zu essen oder zu trinken, bzw. er isst zu viel. Auch ein Toilettengang oder sogar das Bewegen wird vergessen. Deshalb sollten wir gemeinsam einen Weg finden, um eine optimale Pflege/Betreuung zu gewährleisten.

Biografiearbeit
Voraussetzung für uns als Pflegende ist es, die Lebensgewohnheiten, Neigungen, Fähigkeiten und Wünsche Ihres Angehörigen kennen zu lernen, um ihn in seinen Handlungswünschen verstehen zu können. Als Beispiel möge das morgendliche Anziehen und/oder der Gang zum Einkaufen/zur Arbeit dienen.

Hilfen für Ihre Angehörigen
Um dem kranken Menschen ein positives Lebensgefühl trotz der Defizite zu vermitteln, ist der wertschätzende Umgang von allen an der Pflege beteiligten Personen von hoher Bedeutung. Die vorhandenen Fähigkeiten Ihres Angehörigen sollten erkannt und erhalten bleiben.

Wer dement ist, zeigt auch Beeinträchtigungen, die nicht die Denkfähigkeit betreffen. So treten bei einer Demenz verschiedene Verhaltens- und psychische Symptome auf. Deren Häufigkeit, Dauer und Ausprägung ist jedoch von Fall zu Fall sehr unterschiedlich. Teilnahmslosigkeit (Apathie) ist das häufigste Verhaltenssymptom bei Demenz. Weitere mögliche Symptome sind:

  • vermehrte Unruhe mit erhöhter Anspannung, Enthemmung, Euphorie
  • Aggressionen
  • Weinanfälle
  • gesteigerte Bewegung
  • häufige Wiederholungen gleicher Bewegungsabläufe
  • depressive Phasen
  • (selten) Angst

Eine Demenz zu haben kann also bedeuten, dass man nach und nach die Kontrolle über seine Gefühle verliert. Durch die gestörte Gefühlskontrolle verändert sich die Persönlichkeit (bzw. das Wesen) der Betroffenen.

In späten Stadien der Demenz können zudem verschiedene körperliche Symptome hinzukommen – wie:

  • gestörter Tag-Nacht-Rhythmus
  • Blasenschwäche (Inkontinenz)
  • Verstopfung

Demenz erkennen: Wie läuft die Diagnose ab?
Bei einer Demenz kann oft der Hausarzt die Diagnose mit recht einfachen Mitteln stellen. Wenn eine Demenzerkrankung ungewöhnlich früh auftritt, untypische Anzeichen (wie starke Verhaltensauffälligkeiten) verursacht oder besonders schnell fortschreitet, ist es allerdings ratsam, einen Facharzt für Neurologie oder Psychiatrie oder eine spezialisierte Einrichtung (Gedächtnisambulanz) hinzuzuziehen. Wichtig für die Diagnose ist das Gespräch – auch mit Angehörigen: Wer einem Menschen mit Demenz nahe steht und erste Veränderungen bemerkt hat, kann hilfreiche Informationen zur Feststellung und Beurteilung der Hirnleistungsstörung beisteuern.

Schon beim ersten Verdacht auf Demenz ist es ratsam, sich so schnell wie möglich an den behandelnden Hausarzt und/oder einen Facharzt (Psychiater, Neurologe) zu wenden. Bundesweit sind neben Selbsthilfegruppen auch spezialisierte Gedächtniskliniken zu finden, die eine umfassende Beratung zu Demenzen anbieten.

Beratungszentrum Henriettenstiftung
Diakonische Dienste Hannover
Tiergartenstr. 124

Besuchs- und Demenzdienst
Malteser Hilfdienst e. V.
Göttinger Chausse 147

Heinemanhof, Kompetenzzentrum Demenz
Landeshauptstadt Hannover, städtische Pflegezentren
Heinemanhof 2


Ernährung

Sehr geehrter Kunde und sehr geehrte Angehörige, Essen und Trinken beeinflussen die Lebensqualität, sind wichtige Bestandteile sozialer und kultureller Identität und dienen der Gesunderhaltung durch die Nährstoffaufnahme. Die Sicherung einer bedürfnisorientierten und bedarfsgerechten Ernährung kann durch die frühzeitige Erfassung und Bewertung von Anzeichen einer drohenden oder bestehenden Mangelernährung und ihrer Gründe, durch angemessene Unterstützung und Umgebungsgestaltung, spezifische Maßnahmen sowie ein geeignetes Nahrungsangebot eine Mangelernährung verhindern und bestehenden Defiziten entgegenwirken.

Risiko der Mangelernährung erkennen
im Rahmen der Pflegeanamnese können notwendige Informationen gesammelt werden, die der Pflegefachkraft eine Einschätzung darüber ermöglichen, ob Anzeichen für eine drohende oder bestehende Mangelernährung vorliegen.

Anzeichen für einen Nahrungs – oder Flüssigkeitsmangel können die Fragen nach unbeabsichtigtem Gewichtsverlust z.B. ( 5 % in den vergangenen 1-3 Monaten, 10 % in den vergangenen 6 Monaten ) und durch den subjektiven Eindruck des Ernährungszustandes des Patienten erfasst werden.

Zielsetzung
Bei jeden Patienten mit pflegerischem Unterstützungsbedarf ist die orale Nahrungsaufnahme entsprechend seinen Bedürfnissen und seinem Bedarf gesichert und es wird einer drohenden oder bestehenden Mangelernährung entgegengewirkt.

Das Problem der Appetitlosigkeit
Nicht selten kommt es im Alter dazu, dass Menschen unter Appetitlosigkeit leiden.

Wir möchten Ihnen ein paar Anregungen geben, um Ihre Nahrungsaufnahme ansprechend für Sie gestalten zu können

  • Essen Sie in Gesellschaft
  • Essen Sie, worauf Sie Appetit haben und in Kombination mit gesunder Nahrung
  • Richten Sie sinnliche Anreize bei den Mahlzeiten ein (buntes Geschirr, Musik, Dekoration, „das Auge isst mit“)

Substitution von Nährstoffen
Wenn Sie oder Ihr Angehöriger unter Schluckproblemen oder unter mangelnder Nährstoffzufuhr leiden, gibt es die Möglichkeit, spezielle Trinknahrung bzw. verdickte Flüssigkeit zu ergänzen. Lassen Sie sich von uns oder dem zuständigen Sanitätshaus oder Apotheke beraten.


Förderung der Harnkontinenz

Sehr geehrter Kunde und sehr geehrte Angehörige, Harninkontinenz ist ein weit verbreitetes Problem, das in allen Altersstufen mit steigendem Risiko im Alter auftreten kann und statistisch gesehenüberwiegend Frauen und ältere Menschen beiderlei Geschlechts betrifft. Demzufolge befassen sich auch die meisten Studien mit diesen beiden Personengruppen, wobei ältere Männer wissenschaftlich schlechter untersucht sind als ältere Frauen. Konkrete Zahlen zur Prävalenz von Inkontinenz zu nennen ist schwer, da es sich um ein ausgesprochen schambehaftetes, mit Vorurteilen besetztes Thema handelt. Viele von Inkontinenz betroffene Menschen suchen keine professionelle Hilfe, um ihr Leiden zu verheimlichen oder weil sie glauben, es gehört zum normalen Alterungsprozess dazu.

Was ist eine Harninkontinenz – Definition
Eine Harninkontinenz beschreibt den unwillkürlichen, ungewollten Harnverlust. Dies kann verschiedene Ursachen haben, wie Störungen von Harnblase, Harnröhre, Harnblasenschließmuskel, Beckenbodenmuskulatur oder Nerven, die diese Organe versorgen. Daraus kann der Verlust von Urin beim Lachen, Husten oder körperlicher Betätigung erfolgen.

Unterschiede zwischen Kontinenz und Inkontinenz
Die Kontinenz beschreibt eine vollständige Kontrolle der Blasenfunktion. Es erfolgt kein unwillkürlicher Harnverlust. Folgende Symptome beschreiben eine Inkontinenz:

  • Unwillkürlicher Harnverlust bei körperlicher Betätigung und/oder Belastung
  • Unwillkürlicher Harnverlust einhergehend mit Harndrang
  • Verzögerter Beginn des Wasserlassens
  • Ständiger Harnabgang
  • Harntröpfeln
  • Das Gefühl der nicht vollständig entleerten Blase
  • Brennen beim Wasserlassen

Sollten Sie selbst oder Sie als Angehöriger die oben genannten Symptome feststellen, zögern Sie bitte nicht uns anzusprechen. Denn von der Geruchsbildung abgesehen, kann Urin auf der Haut zu starken Reizungen führen.

Möglichkeiten der Kontinenzförderung

  • Bei schwacher Inkontinenz kann durch Muskeltraining die Beckenbodenmuskulatur verbessert werden. Wir und/oder Ihr Physiotherapeut zeigen Ihnen gerne spezielle Übungen hierzu.
  • Ein gesundes Trinkverhalten verhindert, dass konzentrierter Urin die Harndrangsymptomatik verstärkt.
  • Gewichtsreduktion kann die Belastungsinkontinenz reduzieren.
  • Obstipation (Verstopfung) kann die Harndrangsymptomatik auch verstärken.
  • Die Toilettenerreichbarkeit sollte gewährleistet sein, wie z.B. durch ausreichende Beleuchtung, angenehme Toilettensitzhöhe und Barrierefreiheit.
  • Je nach Ausprägung der Harndrangsymptomatik, sollte in festgelegten Zeitabständen der Toilettengang erfolgen. Dadurch kann unter anderem auch das Ziel der Kontinenz erreicht werden. Sie als Angehöriger können an diese Zeitabstände erinnern.

Möglichkeiten bei bestehender Inkontinenz
Bei jedem Patienten ist im Rahmen der Anamneseerhebung auch ein Kontinenzprofil zu erheben Patient und Angehörige sind bei erhobenem Risiko auf die möglichen Folgen und auf vorbeugende Maßnahmen hinzuweisen und entsprechend zu beraten. Es ist abzuklären, ob intrinsische oder extrinsische Faktoren das Kontinenzprofil beeinflussen. Extrinsische Risikofaktoren sind, soweit dies möglich ist, zu beheben. Bei intrinsischen Faktoren ist der Hausarzt/ Urologe/ Gynäkologe einzuschalten. Der Patient muss über die für ihn bestmögliche Inkontinenzversorgung beraten werden, er muss die Möglichkeit erhalten, sich zwischen den bestmöglichen und den von den Krankenkassen subventionierten Hilfsmittel entscheiden zu können.

Die Trinkgewohnheiten des Patienten sind abzuklären, er ist dahingehend zu beraten. Bei bestehender abhängig kompensierter Inkontinenz ist zu jedem Einsatz das Miktionsprotokoll zu führen. Hier wird auch die Ein- bzw. Ausfuhrdokumentiert, falls notwendig. Eine sorgfältige Hautinspektion im Intimbereich, ebenso wie eine sorgfältige Intimpflege hat im Rahmen der grundpflegerischen Versorgung zuerfolgen. Das Kontinenzprofil muss evaluiert werden nach: Krankenhaus- bzw. Reha-Aufenthalten, bei Verschlechterung des Gesundheitszustandes, 1xjährlich im Rahmen der Pflegevisite. Alle Mitarbeiter sind jährlich zum Thema Harnkontinenz zu schulen. Patient und Angehörige sind bei erfasstem Risiko auf die möglichen Folgen und auf vorbeugende Maßnahmen hinzuweisen und zu beraten.


Der Schmerz

Sehr geehrter Kunde und sehr geehrte Angehörige, Jeder Patient mit akuten oder zu erwartenden Schmerzen erhält ein angemessenes Schmerzmanagement, das dem Entstehen von Schmerzen vorbeugt,sie auf ein Maß reduziert oder beseitigt. Eine unzureichende Schmerzbehandlung kann für Patienten gravierende Folgen haben, z.B. physische und psychische Beeinträchtigungen, Verzögerung des Genesungsverlauf oder Chronifizierung der Schmerzen. Durch eine rechtzeitig eingeleitete, systematische Schmerzeinschätzung sowie Information und Schulung von Patienten und ihren Angehörigen tragen Pflegefachkräfte maßgeblich dazu bei, Schmerzen und deren Auswirkung zu kontrollieren bzw. zu verhindern.

Was ist Schmerz – Definition
Schmerz ist eine unangenehme sensorische und emotionale Erfahrung in Verbindung mit einer tatsächlichen oder möglichen Gewebeschädigung oder beschrieben in Begriffen einer solchen Schädigung. ( Merskey&Bogduk 1994 in Flor 2011 S.90 ). Der Unterschied zwischen akuten und chronischen Schmerzen liegt in der zeitlichen Dauer. Ein chronischer Schmerz liegt vor , wenn die Dauer trotz Behandlungsmaßnahmen länger als 3 Monate besteht.

Schmerzeinschätzung
Schmerzen sind subjektiv — Mit diesem Gedanken wollen wir Ihnen aufzeigen, dass nur Sie die Schmerzintensität korrekt beurteilen können.

Wenn Sie betroffen sind oder Sie als Angehöriger den Eindruck haben, dass Schmerzen vorliegen, sprechen Sie uns bitte an. Eine unzureichende Schmerzbehandlung kann Ihre Lebensqualität beeinträchtigen. So kann sich durch Muskelanspannung, Schonhaltung, Angst oder Schlaflosigkeit die Schmerzintensität unnötig erhöhen.

Schmerzlinderung ohne Medikamente
Der Unterschied zwischen akuten und chronischen Schmerzen ist zu differenzieren, um die richtigen Maßnahmen zu finden. Bei akuten Schmerzen sollten Sie vorzugsweise erst die Maßnahmen versuchen, die nicht-medikamentös sind. So sind bei chronischen Schmerzen die nicht-medikamentösen Maßnahmen als Ergänzung zu den Medikamenten vorzuschlagen. Vorab sollten wir darüber sprechen, welche Maßnahmen für Sie geeignet sind.

Kutane Stimulation
ist die Stimulation der Haut zum Zweck der Schmerzlinderung:

  • Wärmflaschen oder Kältepacks
  • Feuchte Wärme/Kälte (Wickel)
  • Akupressur/Akupunktur

Ablenkung und Entspannung
Sie sollten diese Maßnahmen bei leichten bis mittelstarken Schmerzen anwenden. Wir oder ggf. Ihr Physiotherapeut kann Sie gerne zu folgenden Maßnahmen anleiten:

  • Atemübungen
  • Massagen/Einreibungen
  • Meditation/Autogenes Training
  • Lagerung
  • Gespräche führen

Weiter ist zu erwähnen, dass auch Geräusche, wie z.B. Entspannungsmusik oder Fernsehen zu einer Ablenkung führen können. Es ist nicht zu unterschätzen, wie sich die Umgebung positiv auf Ihre Schmerzen auswirkt. Beispielsweise könnte eine angenehme Raumtemperatur oder frische Wäsche Ihr Wohlbefinden steigern.

Schmerzlinderung durch Medikamente
Bevor sie Schmerzmedikamente zu sich nehmen, kontaktieren sie ihren Arzt. Er kann sie speziell beraten und das erforderliche Medikament benennen und verschreiben.


Sturzrisiko

Was ist wichtig für uns ?
Sehr geehrter Kunde und sehr geehrte Angehörige, jeder Mensch hat ein Risiko zu stürzen, sei es durch Unachtsamkeit oder bei einer sportlichen Betätigung. Über dieses alltägliche Risiko hinaus gibt es aber Stürze, deren Ursache im Verlust der Fähigkeit zur Vermeidung eines Sturzes liegt und häufig Folge einer Verkettung und Häufung von Risikofaktoren sind. Betroffen sind überwiegend ältere Menschen mit reduziertem Allgemeinzustand. Physische Auswirkung von Stürzen reichen von schmerzhaften Prellungen über Wunden, Verstauchungen und Frakturen bis hin zum Tod. Psychische Folgen können vom Verlust des Vertrauens in die eigene Mobilität über die Einschränkung des Bewegungsradius bis hin zur sozialen Isolation führen oder derAufgabe einer selbständigen Lebensführung führen.

Was ist ein Sturz – Definition
Nach der Definition der WHO sind Stürze Ereignisse, bei denen die betreffende Person unbeabsichtigt auf dem Boden oder einer anderen niedrigen Fläche aufkommt. Unter Sturzprophylaxe werden alle Maßnahmen zusammengefasst, die entweder das Sturzrisiko mindern oder die Folgen eines Sturzes mildern.

Risikofaktoren
Stürze sind meist multifaktoriell bedingt, das heißt, sie entstehen aus dem Zusammenspiel von mehreren Faktoren. Diese können über sehr verschiedene Mechanismen dazu führen, dass es in einer bestimmten Situationzu einem Sturz kommt.

Intrinsische Faktoren

  • Funktionsbeeinträchtigung und Funktionseinbußen (Körperbalance, Gangveränderungen, Erkrankungen mit veränderter Mobilität, Motorik und Sensibilität)
  • Verwirrtheitszustände, psychische Veränderungen (z.B. Angst), Unruhe, Depressionen, Sehstörungen (Weit- oder Kurzsichtigkeit)
  • Erkrankungen, die zu kurzzeitiger Bewusstlosigkeit führen (Blutzuckerentgleisung, Epilepsie)
  • Mangelernährung/Flüssigkeitsdefizit
  • Sprachstörungen oder die Unfähigkeit, einen Wunsch zu äußern (führt somit häufig zu unnötiger Selbstüberschätzung)
  • Durch Antidepressiva, bestimmte Schmerzmittel oder Beruhigungs-/Schlafmittel können Bewusstseinseinschränkungen auftreten

Was ist von uns einzuhalten?
Bei jedem Patienten ist im Rahmen der Anamneseerhebung auch ein Sturzrisiko zu erfassen Patienten und Angehörige sind bei erfassten Risiko auf die möglichen Folgen und auf vorbeugende Maßnahmen hinzuweisen und entsprechend zu beraten, ggf. auch zu schulen. Im Rahmen einer Leistungserbringung im Bereich der Mobilität ist das Sturzrisiko zusätzlich in der strukturierten Informationssammlung und der Maßnahmenplanung zu erfassen.

Was wollen wir erreichen ?
Wir wollen erreichen, dass jeder Patient mit einem Sturzrisiko eine adäquate Beratung und ggf. Schulung erhält um Stürze zu vermeiden und um seine vorhandene Mobilität / Gesundheit zu erhalten. Dies erreichen wir durch eine rechtzeitige Einschätzung der individuellen Risikofaktoren und eine systematische Sturzerfassung. Patienten und Angehörige erhalten fachgerechte Beratung im Rahmen einer gemeinsamen, individuellen strukturierten Informationssammlung ( SIS ) und der daraus resultierenden Maßnahmenplanung und Durchführung. Wir möchten Sturzrisikofaktoren und Stürze in unserer Einrichtung minimieren.

Liegt ein Sturzrisiko vor, ist eine Wohnumfeldanalyse zu erheben, wenn eine Wohnraumanpassung sein individuelles Sturzrisiko minimiert. Ergeben sich daraus extrinsische Risikofaktoren, z.B. hohe Teppiche, freiliegende Kabel, oder schlecht erkennbare Treppenstufen. Auf Grund dieser Faktoren ist eine Wohnraumanpassung zu initiieren. Die Beschaffung ggf. notwendiger Hilfsmittel ( Rollator, Brille ,Haltegriffe in der Wohnung/Badezimmer, Auswahl von festem Schuhwerk/Antirutschsocken und passender Kleidung usw. ) und evtl. anstehende Konsile bei Fachärzten sind nach pflegefachlicher Einschätzung, in Absprache mit dem Hausarzt, in die Wege zu leiten, ebenso die ggf. notwendige KG zum Erhalt der vorhandenen Mobilität oder um Gangunsicherheiten gezielt zu bearbeiten.

Auch die gesunde Ernährungs- und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sind wichtig, da durch Mangelernährung die Muskelkraft reduziert und durch Flüssigkeitsdefizit der Gleichgewichtssinn beeinträchtigt werden. Wir bieten Ihnen gerne auch die Möglichkeit unserer Beratung zum Thema Ernährung.


Wunden

Sehr geehrter Kunde und sehr geehrte Angehörige, nach Schätzungen von Fachexpertinnen leiden in der Bundesrepublik Deutschland ca. drei bis vier Millionen Menschen an chronischen Wunden. In der Fachliteratur besteht weitgehende Einigkeit, Wunden dann als chronisch zu bezeichnen, wenn diese innerhalb von vier bis zwölf Wochen nach Wundentstehung - hier spielen Wundart und Kontextfaktoren eine bedeutende Rolle - unter fachgerechter Therapie keine Heilungstendenzen zeigen. Der Expertenstandard fokussiert konkret und praktikabel die Versorgung von Menschen mit Dekubitus, Diabetischem Fußsyndrom und genrebedingtem Ulcus cruris für alle Bereiche der pflegerischen Versorgung. Damit werden die drei häufigsten Wundarten aufgegriffen, mit denen Pflegefachkräfte in ihrer Praxis befasst sind.

Was ist eine Wunde – Definition
Eine Wunde ist ein Defekt des schützenden Deckgewebes (Haut und Schleimhaut), der durch eine Verletzung dessen entstanden ist. Eine chronische Wunde besteht dann, wenn sich nach vier bis zwölf Wochen nach Wundentstehung unter fachgerechter Therapie keine Heilungstendenzen zeigen.

Risikogruppen
Als Risikogruppen für die Entstehung chronischer Wunden werden folgende Gruppen hervorgehoben: Über-/ untergewichtige Menschen, Menschen mit Durchblutungsstörungen z.B. Diabetes mellitus, periphere arterielle Verschlusskrankheit. Sollten Sie zu diesen Risikogruppen gehören, lassen Sie sich bitte von uns beraten, was Sie zur Vermeidung von chronischen Wunden tun können.

Zur optimalen Wundheilung
gehört ein sauberes Wundgebiet und eine gute Durchblutung des Gewebes. Folgende Maßnahmen tragen zu einer besseren Wundheilung bei:

Im Rahmen der Wundbehandlung ist die Ernährung wichtig

  • Ausreichend Trinken
  • Eiweiß- und vitaminreiche Kost (Gemüse, Obst, Fisch & Fleisch)
  • Spezielle Nahrungsergänzungsmittel, z.B. Trinknahrung mit erhöhtem Eiweiß- und Vitamingehalt
  • Wir bieten Ihnen gerne auch die Möglichkeit unserer Beratung zum Thema Ernährung an

Hautschutz ist eine weitere Vorbeugung von Wunden

  • Waschungen sollten so viel wie nötig, aber so wenig wie möglich erfolgen, um die Haut vor Austrocknung zu schützen
  • Trockene Hautpartien mit Hautlotion versorgen
  • Das Beobachten der Haut ist von großer Bedeutung, um frühzeitig Hautdefekte zu erkennen
  • Bitte benachrichtigen Sie uns, wenn Sie Hautprobleme oder Probleme beim Wundverband haben

Bewegung fördert die Durchblutung und somit die Heilung

  • Sie sollten im Wechsel die von uns oder ggf. die von Ihrem Physiotherapeuten gezeigten Bewegungsübungen und Entlastungen des betroffenen Wundgebietes durchführen
  • Sollten durch Schmerzen Einschränkungen in Ihren Bewegungsabläufen auftreten, sprechen Sie uns bitte an, um die Schmerztherapie anpassen zu lassen

Leben mit einer chronischen Wunde
Die Belastung durch Ihre Wunde beeinträchtigt Sie in einigen Aspekten Ihrer Lebensqualität, z.B. Geruchsbelästigung, Schmerzen sowie die daraus entstehenden Mobilitätseinschränkungen und Schlafprobleme.

So können Sie die Einschränkungen durch die Wunde minimieren

Bei Schmerzen

  • Sie erhalten vom Arzt eine ausreichende Schmerztherapie
  • Je nach Wunde sollten Sie für Entlastung des Wundgebiets sorgen
  • Gemeinsam können wir schmerzarme Bewegungsabläufe entwickeln

Routenplaner

Kommen Sie vorbei und lassen Sie sich von uns persönlich beraten.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!